Kunst

Komödie von Yasmina Reza aus dem Französischen von Eugen Helmlé

Mit: Wolfgang Finck, Ulli Kinalzik und Alexander Pelz

Drei Männer und ein weißes Bild – mehr benötigt die Autorin Yasmina Reza nicht, um den Mythos der unverbrüchlichen Männerfreundschaft ins Wanken zu bringen und ihn endgültig in den Komödienhimmel zu heben. „Mein Freund Serge hat sich ein Bild gekauft. Ein weißes Bild mit weißen Streifen.“

Mit so einfachen Sätzen bemüht sich Marc den Stein des Anstoßes zu beschreiben, an dem die langjährige Freundschaft von Serge, Marc und Yvan zu zerbrechen droht. Hier klingt schon die ganze Bandbreite der Befindlichkeiten an: Unverständnis, Ironie, ja gar Gehässigkeit, aber auch Wehmut und eine leise Eifersucht kann man da heraushören – wenn auch die Schadenfreude in diesem Stadium vielleicht noch den lautesten Part spielen mag.

Im Folgenden entblättern die unvermeidlichen Streitgespräche darüber, was nun Kunst sei und was die denn (kosten) dürfe, alle Facetten dieser drei Männer in den besten Jahren: Serge, der in gereiften Jahren in Ermangelung der Verführung durch weibliche Kunst der zeitgenössischen Kunst verfällt.

Marc, dessen naturwissenschaftlicher Pragmatismus ihn in den Missbrauch homöopathischer Beruhigungsmittel stürzt. Und Yvan, dessen ausgleichendes Wesen ihn bis an die Schwelle zur Unterwürfigkeit geführt hat über die er schließlich die Tochter eines Papierwarenfabrikanten ins Ehebett tragen soll. Komisch und gemein, rührend und bitter liefern sich die drei Freunde eine absurde Wortschlacht.

Von Wort zu Wort, von Boshaftigkeit zu Boshaftigkeit, von Pointe zu Pointe, wird die Männerfreundschaft auf eine harte Probe gestellt.

 

Pressestimmen

„Was mich an diesem Stück besonders reizt, ist die Mischung aus Botho Strauß und Woody Allen.“ FAZ-Magazin

„Kunst“ ist eine fingerfertige, intelligente Komödie für ein breites Publikum. Für intellektuelle Anhänger moderner Kunst, für Konservative, die über moderne Kunst herzhaft schimpfen wollen. Für Männer, die über sich selbst, und für Frauen, die über männliche Eitelkeiten, Wehleidigkeiten und Eifersüchteleien lachen können.“

„Mit leichter Hand und ironischem Humor lotet die Autorin geschickt die wohlbehütete Banalität gutbürgerlicher Existenz aus und erzählt fast beiläufig von Selbsttäuschung und der Brüchigkeit scheinbar so sicherer Lebensläufe. Ein Stück, das den Nerv seiner Zeit getroffen hat.“ www.mittwochtheater.de

„Komisch und gemein, rührend und bitter liefern sich die drei Freunde eine absurde Wortschlacht. Von Wort zu Wort, von Boshaftigkeit zu Boshaftigkeit, von Pointe zu Pointe, wird die Männerfreundschaft auf eine harte Probe gestellt.“ Metropol Theater München „Bildungsbürgersatire vom Feinsten – ein Muß!“ Tips und Termine

14. Januar 2012