Place of Birth: Bergen-Belsen

Bühnenfassung von Axel Schneider nach Szenen von Peter Schanz.
Regie: Axel Schneider
Ausstattung: Sonja Zander
Mit Peter Bause

Nach den großen Erfolgen von Jugend ohne Gott am Altonaer Theater und Die Judenbank in den Hamburger Kammerspielen sehen Sie jetzt den dritten Teil dieser „ungeplanten Trilogie“: Place of Birth: Bergen-Belsen, wieder mit Peter Bause, wieder in der Regie von Axel Schneider. Die beiden sind eine Zeitreise angetreten mit ganz unterschiedlichen Stücken, von sehr unterschiedlichen Autoren und auch unterschiedlichen inszenatorischen Handschriften.

Während Jugend ohne Gott noch vor dem Krieg eine Jugend mit schwindenden moralischen Ansprüchen zeigt, beschäftigt sich Die Judenbank mit dem fast schon absurden Vorgang, während des Krieges Jude werden zu wollen. In Place of Birth: Bergen-Belsen geht es um das Leben im Nachkriegsdeutschland. 

Wer dachte mit dem Ende des Krieges sei der Nazi-Spuk in Deutschland vorbei gewesen, der irrte. Nach wahren Begebenheiten entstand die Geschichte von dem Wanderführer Jakob Weintraub. Dieser wurde als Sohn jüdischer Eltern nach dem Krieg im Lager Bergen-Belsen geboren. Obwohl er kein direktes Opfer des Nazi-Regimes war, wird er die Schatten der Vergangenheit nicht los. Seine Eltern hatten das KZ überlebt, mussten aber, wie viele andere Juden in Deutschland, nach der Befreiung am Ort des Schreckens als displaced persons leben, weil sie nicht sofort ausreisen durften. Bis zum heutigen Tag wird Weintraub mit den Erinnerungen konfrontiert und mit der Scheinheiligkeit seiner Mitbürger.

"Das geht unter die Haut." Hamburger Morgenpost

 

17. Januar 2018, 20 Uhr*
19. Januar 2018, 20 Uhr

* Nachgespräch im Anschluss an die Vorstellung

 

Foto: Anatol Kotte