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Premiere19.03.2027

Mephisto

Erzählt wird die (fiktive) Geschichte des Schauspielers Hendrik Höfgen, von 1926 am Hamburger Künstlertheater bis zum Jahre 1936, als dieser es zum gefeierten Star des sogenannten Dritten Reiches gebracht hat und zum Intendanten des Berliner Staatstheaters ernannt wird. Als leidenschaftlicher Schauspieler, dem die Rolle des Mephisto in Goethes Faust wie auf den Leib geschnitten ist, erkennt der Opportunist Höfgen erst viel zu spät, dass er tatsächlich einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat. Fast alle Menschen, die ihm etwas bedeuten, wird er bei diesem freien Fall in den moralischen Abgrund verlieren: seine*n Geliebte*n Juliette, seine Frau Barbara, seinen kommunistischen Freund Otto. Einzig die Schauspielerin und Seelenverwandte Nicoletta wird zu ihm halten, mit der er eine Zweckehe eingegangen ist, um der Verfolgung wegen seiner sexuellen Neigungen zu entgehen. Am Ende ist Hendrik zu einem „Affen der Macht“ geworden, zu einem „Clown zur Zerstreuung der Mörder“. Ein Schauspieler, zerrissen zwischen Karriere und Gewissen. Gipfelnd in dem berühmten Satz: „Ich bin doch nur ein ganz gewöhnlicher Schauspieler!“

Schauspiel mit Musik nach dem Roman von Klaus Mann
Fassung für das Berliner Ensemble von Till und Chris Weinheimer
Bearbeitung von Kai F. Schrickel

Regie und Raum: Kai Frederic Schrickel
Ausstattung: Hannah Hamburger
Musikalische Leitung: Bettina Koch
Musik: Bettina Koch und Anton Nissl
Choreografie: Annette Reckendorf
Mit Laurenz Wiegand, Martin Radecke, Jessica von Wehner,
Nora Backhaus/Anja Lemmermann, Andreas Erfurth, Marco Litta

Foto: Philipp Plum

„Mephisto“ […] überzeugte das Publikum mit Musik und Spielintensität. […] „Mephisto“ stellt nicht nur die Frage, wie weit die Ethik im Ernstfall reicht, wenn die eigene Zukunft auf dem Spiel steht – die Schauspieler rissen das Publikum mit ihrer Spielfreude und Eindringlichkeit im wahrsten Sinne des Wortes vom Hocker.
RHEINISCHE POST

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