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Prima Facie

 

Von Suzie Miller Deutsch von Anne Rabe

In dem preisgekrönten Monolog von Suzie Miller geht es um Tessa, eine junge Strafrechtsanwältin, für die die juristische Wahrheit über allem steht. „Ich habe seit Wochen keinen Fall verloren.“ – Tessa ist auf ihrem Höhenflug. „Wenn die Geschichte Lücken hat, dann weise darauf hin“, Gefühle und Moral spielen im Gerichtssaal keine Rolle. Egal, ob bei Drogenmissbrauch oder Sexualverbrechen, es geht um die juristische Wahrheit und die Unschuldsvermutung. Davon ist Tessa überzeugt, bis zu dem Tag, an dem sie selbst Opfer eines sexuellen Übergriffs wird. Obwohl sie die Hindernisse des Systems genau kennt, erstattet sie Anzeige. Sie wird zur Verteidigerin ihrer selbst. Der plötzliche Seitenwechsel stellt ihr Vertrauen in das Rechtssystem auf eine harte Probe.

Katharina Schüttler wurde für ihre Darbietung der Tessa Ensler 2024 mit dem Theaterpreis Rolf Mares ausgezeichnet. Die Begründung der Jury: Sie spielt „mit einer Natürlichkeit und Souveränität, als hätte die Autorin ihr die Rolle auf den Leib geschrieben“.

Im Anschluss an die Vorstellung findet ein kostenloses Publikumsgespräch mit Schauspielerin Katharina Schüttler statt.

Foto: Bo Lahola

Macbeth

 

 

Von William Shakespeare Bearbeitung und Übersetzung von John von Düffel

Shakespeares wohl berühmtester „Höllenritt“, wird hier verdichtet auf zwei Personen und auf seinen Glutkern: Macbeth und seine Lady Macbeth träumen nicht bloß vom Griff nach der schottischen Königskrone und der uneingeschränkten Macht, seitdem ihnen diese verheißungsvoll von übernatürlichen Mächten eingeflüstert wurde – sie setzen ihre Pläne grausam in die Tat um, bis sie über ihren eigenen Ehrgeiz und ihre Hybris ins Bodenlose stürzen. John von Düffel, bekannt für seine feinen, klugen, kraftvollen Klassiker-Bearbeitungen, hat „Macbeth“ als konzentriertes, dichtes, psychologisches Kammerspiel entworfen. Die bestechende Suggestivkraft der Sprache entwickelt eine Sogwirkung, der man sich nicht mehr entziehen kann.

Vor der Vorstellung am 25. Februar 2026 findet eine kostenlose dramaturgische Einführung mit Georg Münzel (Oberspielleiter des Altonaer Theaters) statt.

Foto: Bo Lahola

Trailer: Siegersbusch Film

Familie Flöz – Teatro Delusio

Von Paco González, Björn Leese, Hajo Schüler und Michael Vogel Eine Koproduktion von Familie Flöz, Arena Berlin, Theaterhaus Stuttgart

„Teatro Delusio“ spielt mit den unzähligen Facetten der Theaterwelt: Zwischen Bühne und Hinterbühne, zwischen Illusion und Desillusion entsteht ein magischer Raum voller anrührender Menschlichkeit. Während vorne hinten wird und hinten vorne, während auf der Bühne, die man nur ahnen kann, alle theatralen Genres von der opulenten Oper, vom wilden Degengefecht über die kaltblütige Kabale zur heißblütigen Liebesszene dargeboten werden, fristen die Bühnenarbeiter Bob, Bernd und Ivan auf der Hinterbühne ihr Dasein. Drei unermüdliche Helfer, die von den strahlenden Sternen der Bühne nur durch eine spärliche Kulisse getrennt sind und doch Lichtjahre entfernt um ihr Glück kämpfen: Der sensible und kränkliche Bernd sucht Erfüllung in der Literatur, findet sie jedoch plötzlich in Person der verspäteten Ballerina. Bobs Sehnsucht nach Anerkennung treibt ihn zu Triumph und Zerstörung. Ivan, Chef der Hinterbühne, will die Kontrolle im Theater nicht verlieren, verliert dabei aber alles andere … Ihr Leben im Schatten der Scheinwerfer verbindet sich immer wieder auf wundersame Weise mit der glitzernden Welt des Scheins. Plötzlich stehen sie selber auf den berühmten Brettern, die ihre Welt bedeuten.

Foto: Eckard Jonalik

Die Goldfische

Eine Inklusions-Komödie nach dem gleichnamigen Kinofilm von Alireza Golafshan

Der Banker Oliver führt ein Leben auf der Überholspur, bis ein Verkehrsunfall alles verändert. In der Reha findet er Anschluss an die Wohngruppe „Die Goldfische“: die blinde Magda, den stillen Michi, den autistischen Rainman und die Glamour-verliebte Franzi mit Down-Syndrom. Die idealen Komplizen für seinen Plan: ein als Gruppenausflug getarnter Grenzschmuggel seines Schwarzgeldes. Wer kontrolliert schon einen Bus voller Menschen mit Behinderung? Doch diese haben mit dem Geld ganz eigene Pläne … Mit Witz, Tempo und ihrem herrlich unkorrekten Umgang mit allem, was „normal“ ist, wurde die Inklusions-Komödie zum Kinoerfolg 2019 und erhielt das Prädikat „besonders wertvoll“.

PUBLIKUMSPREIS DER PRIVATTHEATERTAGE 2023!

Foto: Robert Jentzsch

Ich bin dein Mensch

Nach dem gleichnamigen Drehbuch von Maria Schrader und Jan Schomburg,

frei nach Motiven der Erzählung „Ich bin dein Mensch“ von Emma Braslavsky

Alma nimmt nicht ganz freiwillig an einer einzigartigen Studie teil. Sie soll drei Wochen lang mit einem humanoiden Roboter zusammenleben, mit dem Ziel, dass sie sich in ihn verliebt. Der Prototyp Tom wird ihr frei Haus von einer freundlichen Mitarbeiterin der Firma Terranaut geliefert. An Liebe ist allerdings nicht zu denken. Toms mehr oder weniger fantasievolle Versuche, Alma zu erobern, scheitern.

Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr kann Tom seinen Algorithmus an Almas Wünsche anpassen. Er wird zu jemandem, der Alma gefällt. Die unsentimentale Wissenschaftlerin fragt sich plötzlich: „Was kann daran falsch sein, glücklich zu sein?“ Doch ist die Liebe zu einem Roboter nicht nur ein trostloses Selbstgespräch, ein verzweifelter Versuch, der Einsamkeit zu entkommen?

Vor der Vorstellung am 16. Januar 2026 findet eine kostenlose dramaturgische Einführung statt.

Die Feuerzangenbowle

Komödie nach dem Roman von Heinrich Spoerl

Der Titel spricht für sich. Irgendwie kennt jede und jeder die Geschichte um Pfeiffer mit „drei fff“ und die Streiche, die ehemals an Schulen üblich waren – und wer nicht, kennt zumindest das Getränk. Die Feuerzangenbowle gehört einfach in die Weihnachtszeit. „Das Schönste im Leben“, resümiert die Herrenrunde um den jungen Schriftsteller Dr. Pfeiffer, „war die Gymnasiastenzeit“. Doch Pfeiffer hatte Privatunterricht, war nie auf der „Penne“, kennt weder Pauker noch die Streiche, die man ihnen spielt, ist „überhaupt kein Mensch, sozusagen“. Eine Schnapsidee: Die gute alte Zeit soll auferstehen, und man holt das Versäumte nach. Er wird in der Oberprima von Babenberg „Schöler“ von Professor Crey, lernt beim Bömmel, was es mit der Dampfmaschin’ auf sich hat und ersinnt mit seinen pubertierenden Schulkameraden Unfug aller Art, um den Lehrkörper zu foppen. Doch bald hegt er auch ernstere Absichten, denn für die reizende Tochter des gestrengen Herrn Direktors entflammen in ihm recht erwachsene Gefühle …

Foto: G2 Baraniak

Herr Mozart wacht auf – Gerit Kling und das Notos Quartett

Von Eva Baronsky

Mozart war ein Mann der Extreme und bis heute ein Idol und unantastbarer Musiker. Wir präsentieren Ihnen einen Abend, den Sie vermutlich so noch nie gesehen und gehört haben. Mozart erwacht nach 200 Jahren in einer bizarren Umgebung und muss feststellen, dass nichts mehr so ist, wie es war. Ist er in der Hölle oder im Paradies? Was er allerdings sehr schnell erkennt, ist die Tatsache, dass er noch immer der populärste Musiker aller Zeiten ist. 11. DEZEMBER 2025, 19:30 UHR Dieser Abend ist nicht nur ein göttlicher Spaß mit der Schauspielerin Gerit Kling, die in unterschiedlichste Rollen schlüpft, sondern auch ein musikalischer Hochgenuss. Das Notos Quartett gilt als eine der herausragendsten Kammermusikformationen der Gegenwart, mit virtuoser Brillanz und technischer Perfektion. Das absolut Außergewöhnliche und Einzigartige ist das Zusammenspiel dieser beiden Kunstrichtungen. Sprache und Musik, die sofort berührt. Ein leidenschaftlicher Abend der Extraklasse, mit dem vielmals ausgezeichneten Notos Quartett.

Fotos: Markus Nass, Kaupo Kikkas

Wir müssen reden

Comedy-Schauspiel mit Michael & Jennifer Ehnert

Jennifer und Michael Ehnert haben sich vor langer Zeit das Ja-Wort gegeben – und seitdem streiten sie sich. Meistens öffentlich und sehr zur Freude des Publikums. Die Ehnerts können aus dem Stegreif Vorträge halten über die biologischen Unterschiede der Geschlechter, über den Kampf um Frauenrechte, über die Funktion von Sex und über die Dysfunktion von Sex, über den Gender-Pay-Gap, über die #metoo-Bewegung, über die Entstehungsgeschichte der Ehe, über geschlechtsspezifische Kommunikationsdefizite und ganz besonders gern und detailliert über die Fehler des anderen – was zu ihrer großen Überraschung dann stets zu neuem Streit führt. Keine Frage: Die Ehnerts brauchen eine Therapie! Allerdings realisieren die beiden schnell, dass die meisten Therapiemaßnahmen eigentlich nur auf klassischen Schauspieltechniken beruhen. Warum also aus dem Haus gehen und horrendes Geld ausgeben, wenn man sich eine Paartherapie auch selber stricken kann?! Zuhause, im Pyjama und ohne dass irgendein studierter Dritter dazwischen quatscht.

„Wir müssen reden“ bietet den beiden Vollblut-Komödianten Ehnert & Ehnert erneut ein Schlachtfeld für ihren höchstprivaten Ehekrieg. Doch wer die Ehnerts kennt, ahnt, dass sie sich damit allein nicht zufriedengeben werden: Und so wird „Wir müssen reden“ schließlich zu einem weltumspannenden psychologischen Rundumschlag, der vor niemandem Halt macht.

Foto: Anya Zuchold

Was war und was wird

Von Lutz Hübner und Sarah Nemitz für die Hamburger Kammerspiele

Ein Ehepaar in der Mitte des Lebens – die Kinder sind fast aus dem Haus – spielt seine eigene Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft durch. Dabei stellen sich Fragen von existenzieller, berührender, tragikomischer Wucht. Hat man vielleicht aneinander oder gar am eigenen Leben vorbeigelebt? Was wäre gewesen, hätte man andere Wege eingeschlagen, andere Entscheidungen getroffen?

Eine witziges und aberwitziges Stück Gegenwartsliteratur des meistgespielten deutschsprachigen Dramatiker-Duos Lutz Hübner und Sarah Nemitz. Geschrieben extra für die Hamburger Kammerspiele.

Foto: Bo Lahola

Die Tanzstunde

Ever Montgomery muss für eine Preisverleihung dringend tanzen lernen. Allerdings verabscheut er jeglichen Körperkontakt, denn der Professor für Geowissenschaften leidet unter dem Asperger-Syndrom, einer speziellen Form des Autismus. Auf Anraten des Hausmeisters spricht er seine Nachbarin Senga Quinn an. Sie ist Tänzerin, doch nach einer Beinverletzung ist fraglich, ob sie in ihrem Leben jemals wieder tanzen kann. Also bietet Ever ihr für eine Tanzstunde 2.153 Dollar. Senga lehnt dieses Angebot zunächst als „unmoralisch“ ab. Doch schließlich siegt die Neugier und sie beginnen mit dem Unterricht. Schnell entwickeln sich zwischen dem ungleichen Paar absurde Situationen, denn Ever nimmt alles wörtlich, was Senga sagt und gerät in Panik, als es um erste Berührungen geht, die beim Tanzen unvermeidlich sind.

Mark St. Germain hat eine sehr amüsante und berührende Komödie über zwei einsame Seelen geschrieben, die nur mühsam denselben Takt halten können, schließlich aber beide mutig werden und sich erstaunlich nahekommen.

Foto: Franziska Strauss

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