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Last Call

– Letzte Runde
Bernstein und Karajan nehmen einen Drink

 

Später Abend 1988, die „Blaue Bar“ im legendären Hotel Sacher in Wien: Hier begegnen sich zwei der bedeutendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts –
Herbert von Karajan und Leonard Bernstein. Karajan ist für einen seiner letzten Auftritte nach Wien gekommen. Und trifft dort zufällig auf einen seiner größten
Antipoden, Bernstein. Die Granden der Musikgeschichte philosophieren über Musik, über die Kunst, über ihre Konkurrenz und ihre große Unterschiedlichkeit. Alles diskret beobachtet von einem Kellner, der die beiden Künstler den gesamten Abend bedient. Mehr als 30 Jahre später bediente eben jener Kellner in der „Blauen Bar“ Peter Danish. Daraufhin erzählt der Kellner von jener zufälligen Begegnung der beiden Künstler, die ihn damals sehr bewegt und beindruckt hat.
Danish war sofort elektrisiert. Noch am selben Abend entstand in der Bar der Entwurf für sein Kammerspiel „Last Call“, welches in New York vor kurzem zur umjubelten Uraufführung kam.

Von Peter DanishEine Koproduktion der Hamburger Kammerspiele und der apiro
Entertainment GmbH & Co. KG
Uraufführung: New World Stages, New York, produziert von apiro Entertainment
Frank Blase und Marc Schneider. Koproduzent Gil Mehmert und Michael
Staringer. Regie: Gil Mehmert
Deutschsprachige Erstaufführung am 18. Februar 2026 in den Hamburger Kammerspielen
Regie: Gil Mehmert
Bühne: Chris Barreca
Kostüme: René Neumann
Mit Victor Petersen, Helen Schneider, Lucca Züchner

Dramaturgische Einführung vor der Vorstellung am 14. Oktober mit Helke Rüder (Dramaturgin Hamburger Kammerspiele) – etwa 45 Minuten
vor der Vorstellung im Theatersaal.

Foto: Maria Baranova
Trailer: apiro Entertainment

Der alte Mann und das Meer

 

Der alte Fischer Santiago hat seit vierundachtzig Tagen keinen Fisch mehr gefangen und rutscht in immer größere Armut und damit auch Einsamkeit. Doch wie jeden Morgen bricht er erneut auf und versucht sein Glück. An diesem Tag beißt tatsächlich endlich ein Fisch an. Und was für einer. Es ist ein großer blauer Marlin. Doch der ist so groß, dass er das kleine Boot und den alten Mann hinaus aufs offene Meer zieht. Es beginnt eine Fahrt ins Ungewisse und ein Ringen zwischen menschlichem Stolz und der Natur, ein Tauziehen mit einem Wesen aus den Tiefen. Ein Kampf ums Überleben. Ein einzelner Schauspieler verhandelt Ernest Hemingways Geschichte neu und konfrontiert uns mit Fragen nach unseren Lebensaufgaben, dem Älterwerden und auch mit dem Thema Einsamkeit. Wofür haben wir unsere Zeit? Wofür kämpfen wir? Woran halten wir uns fest und wovon träumen wir? Nach jahrzehntelanger erfolgreicher Arbeit als Theaterleiter und Schauspieler
gibt Stefan Hallmayer mit dieser Koproduktion seinen Abschied von der Bühne.

Basierend auf dem Roman von Ernest Hemingway
Eine Koproduktion des Altonaer Theaters mit dem Theater Lindenhof in Melchingen

Übersetzung, Bühnenfassung und Regie: Luca Zahn
Bühne und Kostüme: María Martínez Peña
Dramaturgie: Gregor Schuster
Musik: Johannes Hofmann
Mit Stefan Hallmayer

Foto: Richard Becker
Trailer: Siegersbusch Film

Prima Facie

 

Von Suzie Miller Deutsch von Anne Rabe

In dem preisgekrönten Monolog von Suzie Miller geht es um Tessa, eine junge Strafrechtsanwältin, für die die juristische Wahrheit über allem steht. „Ich habe seit Wochen keinen Fall verloren.“ – Tessa ist auf ihrem Höhenflug. „Wenn die Geschichte Lücken hat, dann weise darauf hin“, Gefühle und Moral spielen im Gerichtssaal keine Rolle. Egal, ob bei Drogenmissbrauch oder Sexualverbrechen, es geht um die juristische Wahrheit und die Unschuldsvermutung. Davon ist Tessa überzeugt, bis zu dem Tag, an dem sie selbst Opfer eines sexuellen Übergriffs wird. Obwohl sie die Hindernisse des Systems genau kennt, erstattet sie Anzeige. Sie wird zur Verteidigerin ihrer selbst. Der plötzliche Seitenwechsel stellt ihr Vertrauen in das Rechtssystem auf eine harte Probe.

Katharina Schüttler wurde für ihre Darbietung der Tessa Ensler 2024 mit dem Theaterpreis Rolf Mares ausgezeichnet. Die Begründung der Jury: Sie spielt „mit einer Natürlichkeit und Souveränität, als hätte die Autorin ihr die Rolle auf den Leib geschrieben“.

Im Anschluss an die Vorstellung findet ein kostenloses Publikumsgespräch mit Schauspielerin Katharina Schüttler statt.

Foto: Bo Lahola

Macbeth

 

 

Von William Shakespeare Bearbeitung und Übersetzung von John von Düffel

Shakespeares wohl berühmtester „Höllenritt“, wird hier verdichtet auf zwei Personen und auf seinen Glutkern: Macbeth und seine Lady Macbeth träumen nicht bloß vom Griff nach der schottischen Königskrone und der uneingeschränkten Macht, seitdem ihnen diese verheißungsvoll von übernatürlichen Mächten eingeflüstert wurde – sie setzen ihre Pläne grausam in die Tat um, bis sie über ihren eigenen Ehrgeiz und ihre Hybris ins Bodenlose stürzen. John von Düffel, bekannt für seine feinen, klugen, kraftvollen Klassiker-Bearbeitungen, hat „Macbeth“ als konzentriertes, dichtes, psychologisches Kammerspiel entworfen. Die bestechende Suggestivkraft der Sprache entwickelt eine Sogwirkung, der man sich nicht mehr entziehen kann.

Vor der Vorstellung am 25. Februar 2026 findet eine kostenlose dramaturgische Einführung mit Georg Münzel (Oberspielleiter des Altonaer Theaters) statt.

Foto: Bo Lahola

Trailer: Siegersbusch Film

Familie Flöz – Hokuspokus

Die Schöpfungsgeschichte ist der Ausgangspunkt der neuen Arbeit von Familie Flöz. Wir sehen die Geschichtenerzähler und Schöpfer bei ihrer Arbeit. Sie hauchen den ersten Wesen ihren Atem ein und erwecken sie zum Leben. Familie Flöz erweitert für dieses Stück seinen Werkzeugkasten und zeigt neben den bekannten Maskenfiguren auch die Akteure dahinter. Ob musizierend, singend, filmend, sprechend oder Geräusche machend erschafft das Ensemble die Welt der Masken vor den Augen der Zuschauer. Wechselnd leihen sie den Figuren ihre Körper und nehmen ihr Schicksal in ihre Hand. Schöpfer und Schöpfung begegnen sich, bis die Geschichte sich selbst erzählt. Hokuspokus erzählt etwas über das Theater als Wunderkiste, die wir aufsuchen, um das Spiel von Lüge und Wahrheit zu feiern.

Eine gemeinsame Produktion von Familie Flöz, dem Theaterhaus Stuttgart und dem Theater Duisburg
Ein Stück von Fabian Baumgarten, Anna Kistel, Sarai O’Gara, Benjamin Reber, Hajo Schüler, Mats Süthoff, Michael Vogel

Regie & Masken: Hajo Schüler
Bühne: Felix Nolze
Kostüme: Mascha Schubert
Musik: Vasko Damjanov, Sarai O’Gara, Benjamin Reber

Mit Fabian Baumgarten, Anna Kistel, Sarai O’Gara, Benjamin Reber, Mats Süthoff, Michael Vogel

Foto: Eckard Jonalik

Die Goldfische

Eine Inklusions-Komödie nach dem gleichnamigen Kinofilm von Alireza Golafshan

Der Banker Oliver führt ein Leben auf der Überholspur, bis ein Verkehrsunfall alles verändert. In der Reha findet er Anschluss an die Wohngruppe „Die Goldfische“: die blinde Magda, den autistischen Rainman und die Glamour-verliebte Franzi mit Down-Syndrom. Die idealen Komplizen für seinen Plan: ein als Gruppenausflug getarnter Grenzschmuggel seines Schwarzgeldes. Wer kontrolliert schon einen Bus voller Menschen mit Behinderung? Doch diese haben mit dem Geld ganz eigene Pläne … Mit Witz, Tempo und ihrem herrlich unkorrekten Umgang mit allem, was „normal“ ist, wurde die Inklusions-Komödie zum Kinoerfolg 2019 und erhielt das Prädikat „besonders wertvoll“.

PUBLIKUMSPREIS DER PRIVATTHEATERTAGE 2023!

Foto: Robert Jentzsch

Ich bin dein Mensch

Nach dem gleichnamigen Drehbuch von Maria Schrader und Jan Schomburg,

frei nach Motiven der Erzählung „Ich bin dein Mensch“ von Emma Braslavsky

Alma nimmt nicht ganz freiwillig an einer einzigartigen Studie teil. Sie soll drei Wochen lang mit einem humanoiden Roboter zusammenleben, mit dem Ziel, dass sie sich in ihn verliebt. Der Prototyp Tom wird ihr frei Haus von einer freundlichen Mitarbeiterin der Firma Terranaut geliefert. An Liebe ist allerdings nicht zu denken. Toms mehr oder weniger fantasievolle Versuche, Alma zu erobern, scheitern.

Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr kann Tom seinen Algorithmus an Almas Wünsche anpassen. Er wird zu jemandem, der Alma gefällt. Die unsentimentale Wissenschaftlerin fragt sich plötzlich: „Was kann daran falsch sein, glücklich zu sein?“ Doch ist die Liebe zu einem Roboter nicht nur ein trostloses Selbstgespräch, ein verzweifelter Versuch, der Einsamkeit zu entkommen?

Vor der Vorstellung am 16. Januar 2026 findet eine kostenlose dramaturgische Einführung statt.

Die Feuerzangenbowle

Komödie nach dem Roman von Heinrich Spoerl

Der Titel spricht für sich. Irgendwie kennt jede und jeder die Geschichte um Pfeiffer mit „drei fff“ und die Streiche, die ehemals an Schulen üblich waren – und wer nicht, kennt zumindest das Getränk. Die Feuerzangenbowle gehört einfach in die Weihnachtszeit. „Das Schönste im Leben“, resümiert die Herrenrunde um den jungen Schriftsteller Dr. Pfeiffer, „war die Gymnasiastenzeit“. Doch Pfeiffer hatte Privatunterricht, war nie auf der „Penne“, kennt weder Pauker noch die Streiche, die man ihnen spielt, ist „überhaupt kein Mensch, sozusagen“. Eine Schnapsidee: Die gute alte Zeit soll auferstehen, und man holt das Versäumte nach. Er wird in der Oberprima von Babenberg „Schöler“ von Professor Crey, lernt beim Bömmel, was es mit der Dampfmaschin’ auf sich hat und ersinnt mit seinen pubertierenden Schulkameraden Unfug aller Art, um den Lehrkörper zu foppen. Doch bald hegt er auch ernstere Absichten, denn für die reizende Tochter des gestrengen Herrn Direktors entflammen in ihm recht erwachsene Gefühle …

Foto: G2 Baraniak

Herr Mozart wacht auf – Gerit Kling und das Notos Quartett

Von Eva Baronsky

Mozart war ein Mann der Extreme und bis heute ein Idol und unantastbarer Musiker. Wir präsentieren Ihnen einen Abend, den Sie vermutlich so noch nie gesehen und gehört haben. Mozart erwacht nach 200 Jahren in einer bizarren Umgebung und muss feststellen, dass nichts mehr so ist, wie es war. Ist er in der Hölle oder im Paradies? Was er allerdings sehr schnell erkennt, ist die Tatsache, dass er noch immer der populärste Musiker aller Zeiten ist. 11. DEZEMBER 2025, 19:30 UHR Dieser Abend ist nicht nur ein göttlicher Spaß mit der Schauspielerin Gerit Kling, die in unterschiedlichste Rollen schlüpft, sondern auch ein musikalischer Hochgenuss. Das Notos Quartett gilt als eine der herausragendsten Kammermusikformationen der Gegenwart, mit virtuoser Brillanz und technischer Perfektion. Das absolut Außergewöhnliche und Einzigartige ist das Zusammenspiel dieser beiden Kunstrichtungen. Sprache und Musik, die sofort berührt. Ein leidenschaftlicher Abend der Extraklasse, mit dem vielmals ausgezeichneten Notos Quartett.

 

Fotos: Markus Nass, Kaupo Kikkas
Video: Gerit Kling und das Notos Quartett

Wir müssen reden

Comedy-Schauspiel mit Michael & Jennifer Ehnert

Jennifer und Michael Ehnert haben sich vor langer Zeit das Ja-Wort gegeben – und seitdem streiten sie sich. Meistens öffentlich und sehr zur Freude des Publikums. Die Ehnerts können aus dem Stegreif Vorträge halten über die biologischen Unterschiede der Geschlechter, über den Kampf um Frauenrechte, über die Funktion von Sex und über die Dysfunktion von Sex, über den Gender-Pay-Gap, über die #metoo-Bewegung, über die Entstehungsgeschichte der Ehe, über geschlechtsspezifische Kommunikationsdefizite und ganz besonders gern und detailliert über die Fehler des anderen – was zu ihrer großen Überraschung dann stets zu neuem Streit führt. Keine Frage: Die Ehnerts brauchen eine Therapie! Allerdings realisieren die beiden schnell, dass die meisten Therapiemaßnahmen eigentlich nur auf klassischen Schauspieltechniken beruhen. Warum also aus dem Haus gehen und horrendes Geld ausgeben, wenn man sich eine Paartherapie auch selber stricken kann?! Zuhause, im Pyjama und ohne dass irgendein studierter Dritter dazwischen quatscht.

„Wir müssen reden“ bietet den beiden Vollblut-Komödianten Ehnert & Ehnert erneut ein Schlachtfeld für ihren höchstprivaten Ehekrieg. Doch wer die Ehnerts kennt, ahnt, dass sie sich damit allein nicht zufriedengeben werden: Und so wird „Wir müssen reden“ schließlich zu einem weltumspannenden psychologischen Rundumschlag, der vor niemandem Halt macht.

Foto: Anya Zuchold

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