☰

Abo- & Kartentelefon (040) 725 70 265

∙ Holzhude 1 · 21029 Hamburg-Bergedorf

0
IM ABO BIS ZU

35%

SPAREN

Was war und was wird

Von Lutz Hübner und Sarah Nemitz für die Hamburger Kammerspiele

Ein Ehepaar in der Mitte des Lebens – die Kinder sind fast aus dem Haus – spielt seine eigene Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft durch. Dabei stellen sich Fragen von existenzieller, berührender, tragikomischer Wucht. Hat man vielleicht aneinander oder gar am eigenen Leben vorbeigelebt? Was wäre gewesen, hätte man andere Wege eingeschlagen, andere Entscheidungen getroffen?

Eine witziges und aberwitziges Stück Gegenwartsliteratur des meistgespielten deutschsprachigen Dramatiker-Duos Lutz Hübner und Sarah Nemitz. Geschrieben extra für die Hamburger Kammerspiele.

Foto: Bo Lahola

Die Tanzstunde

Ever Montgomery muss für eine Preisverleihung dringend tanzen lernen. Allerdings verabscheut er jeglichen Körperkontakt, denn der Professor für Geowissenschaften leidet unter dem Asperger-Syndrom, einer speziellen Form des Autismus. Auf Anraten des Hausmeisters spricht er seine Nachbarin Senga Quinn an. Sie ist Tänzerin, doch nach einer Beinverletzung ist fraglich, ob sie in ihrem Leben jemals wieder tanzen kann. Also bietet Ever ihr für eine Tanzstunde 2.153 Dollar. Senga lehnt dieses Angebot zunächst als „unmoralisch“ ab. Doch schließlich siegt die Neugier und sie beginnen mit dem Unterricht. Schnell entwickeln sich zwischen dem ungleichen Paar absurde Situationen, denn Ever nimmt alles wörtlich, was Senga sagt und gerät in Panik, als es um erste Berührungen geht, die beim Tanzen unvermeidlich sind.

Mark St. Germain hat eine sehr amüsante und berührende Komödie über zwei einsame Seelen geschrieben, die nur mühsam denselben Takt halten können, schließlich aber beide mutig werden und sich erstaunlich nahekommen.

Foto: Franziska Strauss

Zeit der Schuldlosen

Szenische Lesung – Siegfried Lenz und das Theater

Ein Diktator nimmt neun friedliche und ehrbare Bürger in gesetzlos willkürliche Haft. Sie – die Schuldlosen, alle aufgrund ihrer Berufe unter großem Zeitdruck – sollen Gericht über einen Widerstandskämpfer halten, der ein Attentat auf den Staatschef versucht hat. Der Gefangene wird zu den Neun gesperrt und die Zwangskonklave nicht eher enden, bis die Bürger ihn zum Verrat seiner Mitverschwörer bringen. Doch statt eines Geständnisses kommt es zum Mord. Die Bürger kommen frei.

Vier Jahre später: Nach dem politischen Umsturz werden dieselben Bürger erneut von der Regierung (der inzwischen anderen siegreichen Seite) in Haft genommen und sollen sich nun für ihre damalige Entscheidung rechtfertigen. SZENISCHE LESUNG Lenz gelingt mit seinem bekanntesten Theaterstück eine zeitlose Polit-Satire.

Portrait: Siegfried Lenz Stiftung
Szenenbilder: Helke Rüder

Der Theatermacher

Von Thomas Bernhard

Der eigentlich unerträgliche aber unwiderstehlich komische und dabei trotzdem zeitlose Theatermacher ist eine der bekanntesten und beliebtesten Figuren des österreichischen Schriftstellers Thomas Bernhard. Der trostlose Tanzsaal im Gasthof „Schwarzer Hirsch“ in Utzbach – über den Türen brennt das Notlicht. Der ehemalige Staatsschauspieler Bruscon probt seine Weltkomödie „Das Rad der Geschichte”, deren Höhepunkt und Voraussetzung die absolute Finsternis am Stückende ist. Diese hängt von der Zusage eines Feuerwehrhauptmanns im Ort ab – ein Unding für jemanden wie Bruscon. Zudem erteilt er seinen Familienmitgliedern, gleichzeitig die einzigen Mitwirkenden, letzte Regieanweisungen, muss aber erkennen: Dies ist ein vergebliches Bemühen. Die quälende „Talentlosigkeit“ der eigenen Familie und ein sich ankündigendes Gewitter machen die Umsetzung nahezu unmöglich. Theaterdonner oder Lebenskomödie?

Die Rolle ist wie gemacht und ein Fest für einen Vollblutschauspieler wie Peter Bause!

Foto: Bo Lahola

Der Club der toten Dichter

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Youtube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

 

Deutsche Fassung von Joern Hinkel und Tilman Raabke

Tradition, Ehre, Disziplin, Exzellenz – das sind die vier Grundprinzipien, die seit jeher an der Welton Academy vermittelt werden. Doch mit dem Auftauchen des jungen Englischlehrers John Keating werden die starren Traditionen der Schüler des Jungeninternats plötzlich aufgebrochen. In seinem ungewöhnlichen Unterricht motiviert er die Schüler eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln und den Glaubenssatz „Carpe Diem! Nutze den Tag!” zu verinnerlichen. Als sein Schüler Neil vom geheimnisvollen „Club der toten Dichter” erfährt, in dem Keating selbst einmal Mitglied war, beschließt er die Geheimgesellschaft wieder aufleben zu lassen.

Von Tom Schulman
Deutsche Fassung von Joern Hinkel und Tilman Raabke
Eine Produktion des Altonaer Theaters
Der Club der toten Dichter von Tom Schulman
Basierend auf dem Film von Touchstone Pictures,
geschrieben von Tom Schulman
Ursprünglich produziert durch die Classic Stage Company
und mit besonderer Genehmigung von Adam Zotovich
Künstlerische Leitung: John Doyle; Geschäftsführer: Jeff Griffin
Regie: Lea Ralfs
Bühne und Kostüme: Ulrike Engelbrecht
Musikalische Leitung: Henrik Demcker
Dramaturgie: Stine Kegel
Mit dem Ensemble des Altonaer Theaters

Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung mit Gregor Schuster (Dramaturg Altonaer Theater) im Café Schmidtchen im KörberHaus

Foto: G2 Baraniak

Schliessen und zurück zur Homepage

Close